Partnerschaft

Don-Marsch 26.-29.01.2017 von Matraderecske nach Petervására

29.01.2017, von Otto Jahrsdörfer, Ungarn

Anfahrt von Schweinfurt über Nürnberg, Passau, Wien, Nickelsdorf, Budapest nach Hatvan. Ab Hatvan über Landstraße nach Matraderecske, Ankunft gegen 17:00 Uhr. Dort trafen wir auf die Kameraden aus Niederbayern, der Oberpfalz, Berlin sowie aus der Tschechei, später kamen noch 3 Kameraden aus der Normandie, die mit dem Flugzeug in Budapest gelandet waren.

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Nach dem Beziehen der Unterkunft in einer Sporthalle und Umziehen in Uniform, wurde um 18:00 Uhr am Denkmal des Ortes die Eröffnungsfeier mit Kranzniederlegung und Anzünden von Kerzen der Gefallenen gedacht. Der Bürgermeister Forgó Gábor begrüßte alle Teilnehmer und war erfreut, dass sich internationale Soldaten hier treffen. Im Anschluss spielte das Luftwaffenmusikkorps der ungarischen Streitkräfte in der Sporthalle, danach gab es Abendessen.

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Wecken um 06:00 Uhr, 07:00 Uhr Frühstück, räumen der Sporthalle und um 08:30 Uhr Abmarsch nach Szajla, die Strecke führte über einen Berg und war auf Grund der Schneehöhe (ca.30cm) nicht gut zu laufen, was auch für den größten Teil der Marschstrecke zu sagen war.

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In Sajla fand in der Kirche neben dem Friedhof ein Gottesdienst statt. Im Anschluss wurde an dem deutschen (errichtet 2012 von der Rk Untermain) und ungarischen Ehrenmal der Gefallenen gedacht. Es wurden von Jugendlichen Gedichte vorgetragen, und der Geistliche segnete die Denkmale und Teilnehmer. Danach erfolgte die Kranzniederlegung und Anzünden der Kerzen (Kerzenanzünden ist üblich).

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Der Marsch in Formation erfolgte zum Gemeindehaus, wo wir das Mittagessen zu uns nahmen. Die Bürgermeisterin Vincze Imréné war sehr darum besorgt, dass jeder genug zu essen hatte. Von Szajla nach Sirok führte Imre Istvan Vincse der Ehemann der Bürgermeisterin die Marschkolonne auf dem Pferd an. Das war auch gut, so wurde die Strecke gespurt. Die Schulsporthalle in Sirok diente als Nachtquartier. Der Bürgermeister Tuza Gábor begrüßte die Teilnehmer und lud zum Abendessen in die Kantine der Schule ein. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde an der Kirche die über dem Ort liegt wie bereits in den anderen Orten der Gefallenen gedacht. An diesem Abend hatte man auch etwas mehr Zeit sich zusammenzusetzen und gute Gespräche zu führen.

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Der Abmarsch am Samstag erfolgte gegen 09:00 Uhr und war der schwierigste Teil der Strecke, es waren einige Abhänge zu bewältigen. Trotzdem wurde die Strecke gut bewältigt, so dass die Bürgermeisterin Zagyva Ferencné die Marschierer gegen 12:00 Uhr in Bükkskék begrüßen konnte. Es erfolgte ein steiler vereister Anstieg zum Ehrenmal im Friedhof zum Kranzniederlegen und Kerzenanzünden. Das Mittagessen wurde im Restaurant der Heilwassertherme eingenommen. Die letzte Strecke führte nach einem kurzen Anstieg durch ziemlich ebenes Gelände nach Petervására. Dort erfolgte die Unterbringung in der Schule zur Ausbildung der Landwirte, die von der Direktorin Frau Asztalos Anna zur Verfügung gestellt wurde.

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Um 18:00 Uhr wurden auf dem Marktplatz am Denkmal Erinnerungsreden von Bürgermeister Eged Istvan, Oberst d.Res. Sándor Munkasci und vom Vorsitzenden des Matasz GenM Ernö Szeles Kränze niedergelegt und Kerzen angezündet. Der Bürgermeister lud uns anschließend zum Abendessen in eine Gastwirtschaft ein. Auch wurden Erinnerungsgeschenke von Seiten des Matasz ausgegeben. In der Unterkunft führten wir mit Sándor, János und Istvan Gespräche, um die Planung für das Jahr 2017 abzurunden.

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Die Marschstrecke ging vom Süden des Landkreises Petersávára bis zur Nordgrenze, dieser Bereich ist auch wie die Ungarn sagen der kälteste Bereich von Ungarn. Wir hatten Nachttemperaturen bis minus 21 Grad und am Tag minus 7-8 Grad und Sonnenschein. Petersávára ist der Landkreissitz und Dr. Nagy Tibor, der bei allen Veranstaltungen des Marsches dabei war, ist der beamtete Landkreisrechtsberater und für uns war es vom Vorteil, dass er perfekt deutsch spricht. Das erste Kennenlernen mit ihm erfolgte bereits im August 2016 beim Gästeschießen in Hammelburg. Er war uns eine große Hilfe als Sprachmittler mit den Bürgermeistern.

Am Sonntag ging es bei anfänglichem leichten Schneefall wieder auf die Heimreise, gegen 17:00 Uhr waren wir wieder zuhause.