Partnerschaft

Don-Marsch vom 25. - 28. Januar 2018 von Egerszalók nach Abasár

28.01.2018, von Otto Jahrsdörfer, Eger, Ungarn

Abfahrt in Bad Neustadt/Saale um 05:00 Uhr, auf dem Weg nach Schweinfurt erfolgte der Zustieg von weiteren 3 Kameraden. In Scheinfurt nahmen wir den 5. Kamerad auf und fuhren über Nürnberg, Passau, Wels, Wien, Budapest nach Egerszalók. Das zweite Fahrzeug startete in Hammelburg, es erfolgte ein weiterer Zustieg in Ebelsbach von zwei Kameraden, in Tata (Ungarn) stieg der 5 Mann zu.

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Foto: Otto Jahrsdörfer

Nach dem Eintreffen wurde die Unterkunft bezogen. Zu uns kamen noch 4 französische Kameraden, die mit einem Linienflugzeug von Paris kommend in Budapest landeten. Wir nahem diese in unserer Gruppe auf, denn ich kannte ja alle. Es kamen ebenfalls 8 Kameraden aus Berlin und 3 aus Niederbayern, alles bekannte Gesichter. Gegen 18:00 Uhr marschierten wir zur Ehrenmal an der Kirche, legten dort Kränze nieder und stellten Kerzen auf. Nach dem Abendessen wurden wir vom Bürgermeister István Varga in einen Weinkeller eingeladen.

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Foto: Otto Jahrsdörfer

Bereits um 06:00 Uhr erfolgte das Wecken, nach der Morgenwäsche wurde das Reisegepäck auf die Fahrzeuge verladen und die Unterkunft aufgeräumt, danach wurde gefrühstückt. Die geplante Tagesstrecke betrug ca. 19 km, zum größten Teil auf Ortsverbindungsstraßen. Auf dem Friedhof der Ortschaft Verpelét erfolgte am Denkmal der Festakt für die Gefallenen der Weltkriege. Auf Einladung von Bürgermeister Sándor Farkas ging es zum Gemeindehaus von Verpelét zum Mittagessen, danach weiter nach Kisnána, wo wir in einer Burg unser Nachtlager aufschlugen.

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Foto: Otto Jahrsdörfer

Am nächsten Morgen wurde am Ehrenmal der Gefallenen der Weltkriege eine Gedenkfeier ausgerichtet mit Ansprachen, Kranzniederlegung und Kerzenentzünden. Der Bürgermeister Lásló Paulenka lud uns zum Abendessen in die Schulmensa ein. Der Höhepunkt an diesem Abend war die Verleihung des Europakreuzes der CEAC-Sektion (Europäischer Reservistenverband) in der Bundesrepublik Deutschland an Oberst d. R. Sándor Munkasci, Oberstleutnant d. R. János Fábián und StFw d.R. Otto Jahrsdörfer. Die Verleihung erfolgte durch Josef Schmidt, er erläuterte, dass dieses Kreuz eine der höchsten Auszeichnungen in Europa ist. Es bekämen Soldaten und Reservisten, die sich um Völkerverständigung verdient gemacht haben. Josef Schmidt erklärte das Europakreuz: Es besteht aus Kreuzen, das weiße steht für den Frieden, das rote für die Opfer der Kriege, das goldene sei Sinnbild für die, die ehrenvoll für ihr Vaterland gekämpft haben. DAS EUROPAKREUZ SEI AUCH EIN SYMBOL DER VERSÖHNUNG UND DER VERBRÜDERUNG. Der Abend ging mit einem Umtrunk zu Ende.

Wie am Tag zuvor nach dem Frühstück marschierte die Marschgruppe nach Domoszló, um auf dem Friedhof am Ehrenmal die Gedenkzeremonie durchzuführen. Nach einer kleinen Brotzeit ging es weiter nach Markaz. Am Ehrenmal wurde ebenfalls eine Gedenkzeremonie abgehalten und die Mittagspause gemacht. Es gab leckeren Eintopf, Glühwein und Pogatschen (kleines Krapfengepäck). In Markaz reihten sich der deutsche Verbindungsoffizier aus Székesfehervat (Stuhlweisenburg) und zwei weitere deutsche Offiziere aus dem NATO-Hauptquartier in Ungarn in die Marschgruppe ein.

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Der Marschtag endete nach ca. 18 km in Abasár, wo wir in einer Sporthalle der Grundschule untergebracht waren. Die Bürgermeisterin Frau Dr. Anikó Lénártné Benei empfing die Gruppe, um mit uns anschließend am Denkmal an der Kirche die Gedenkfeier abzuhalten. Der Pfarrer der Gemeinde sprach Gebete und segnete die Teilnehmer. Zum Abendessen im Saári Gemeindehaus wurden wir von der Bürgermeisterin eingeladen. Der erste Programmpunkt war ein Vortrag von Szollár János über den Einsatz des 115. Honvet Regiments am Don-Bogen in Januar 1942, dieses Rgt. hatte seinen Standort in Eger. Bei diesem festlichen Abendessen waren der deutsche Militärattache Oberstleutnant i.G. Wolf Illner, der höchste Unteroffizier der Ungarischen Armee (Sergeant Major of the Army) sowie Parlamentsabgeordnete anwesend. An diesem Abend wurde einigen Personen das deutsche und das österreichische Sportabzeichen, welches im Sommer während des Familientages abgelegt wurde, überreicht.

Am Sonntag nach dem Frühstück fuhren wir wieder in nach Hause. Es waren wieder 3 schöne Tage bei Freunden. Getreu dem Motto; Um Freunde zu treffen ist kein Weg zu weit.

Als Fazit für diese Veranstaltung ist zu sagen, alle Kameraden haben diesen Marsch durchgestanden und sind der Meinung, im nächsten Jahr sind wir wieder dabei. Besonders für die neuen, die noch nie dabei gewesenen war es eine neue Erfahrung.